Kurzbeschreibung
Ziel des Projekts war der Aufbau einer Innovationspartnerschaft zwischen 19 Kommunen und dem Start-up vialytics, um die Mobilitätsinfrastruktur digital und zukunftsfähig zu gestalten. Im Fokus stand eine KI-gestützte Straßenzustandserfassung per Smartphone, die manuelle Erhebungen ersetzt und Kommunen eine visuelle, kontinuierliche Übersicht ermöglicht. Das Konsortium brachte kommunale Anforderungen gezielt in die Produktentwicklung ein, um ein passgenaues, innovatives Tool zu schaffen.Beschaffungs- und Vergabehinweise
Die Koordination und Projektleitung stellvertretend für 17 andere Kommunen war organisatorisch & zeitlich anspruchsvoller als gedacht.Zielsetzung
Digitale Starthilfe um Kommunen in das Zeitalter die Digitalisierung zu führenZielgruppe
Kommunen, kommunale VerwaltungMehrwert für die Zielgruppe
Digitalisierung manueller Prozesse wie z.B. BegehungenDies ist ein gefördertes Projekt
InKoMo 4.0 Wirksamer Straßenerhalt in der Praxis - Das Netzwerk des Südwestens
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Weitere InformationenHerausforderungen
Das Projekt stand vor mehreren bedeutenden Herausforderungen. Eine zentrale Schwierigkeit lag im digitalen Transformationsprozess der Kommunen: Zu Projektbeginn war die Digitalisierung vieler Verwaltungen noch unzureichend fortgeschritten – insbesondere in den frühen Phasen der COVID-19-Pandemie. Lockdowns verhinderten wichtige Netzwerktreffen, wodurch angestrebte Skaleneffekte etwa bei gemeinsamen Beschaffungen nicht vollumfänglich realisiert werden konnten. Zudem stellte sich die Integration kommunaler Fahrzeuge als mobile Datenerfassungsplattform als komplex heraus. Besonders bei extern beauftragten Entsorgungsdienstleistern stieß die Idee auf Widerstand. Erfolg hatte das Projekt nur dort, wo Kommunen selbst zuständig waren und ihre Mitarbeitenden aktiv eingebunden wurden. Auch die Entwicklung eines rechtssicheren Dokumentationssystems zur Verkehrssicherungspflicht war anspruchsvoll. Erst durch intensiven Austausch mit Versicherungen konnten Standards etabliert werden. Die Herausforderung bestand darin, ein System zu schaffen, das sowohl rechtlich belastbar als auch praktisch handhabbar ist. Schließlich bedeutete die kontinuierliche Produktweiterentwicklung – basierend auf den Anforderungen von 19 Kommunen mit unterschiedlichen Größen, Budgets und infrastrukturellen Herausforderungen – einen hohen Koordinations- und Kommunikationsaufwand. Dennoch ermöglichte gerade dieser intensive Wissensaustausch ein maßgeschneidertes Endprodukt mit hoher kommunaler Relevanz.Zentrale Erfolgsfaktoren
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die enge Kooperation zwischen den 19 teilnehmenden Kommunen und der vialytics GmbH. Durch den regelmäßigen Austausch mit einem dedizierten Projektleiter von vialytics konnten kommunale Anforderungen kontinuierlich in die Produktentwicklung einfließen. Diese agile und praxisnahe Weiterentwicklung sorgte dafür, dass ein System entstand, das passgenau auf die Bedürfnisse der öffentlichen Hand abgestimmt ist. Die Einführung einer standardisierten, KI-gestützten Straßenzustandserfassung über Smartphones in kommunalen Fahrzeugen war ein weiterer Schlüsselfaktor. Diese Lösung ersetzte aufwändige manuelle Verfahren und ermöglichte eine visuelle, kontinuierlich aktualisierte Datenbasis für den Zustand der Straßeninfrastruktur – eine echte Innovation im kommunalen Kontext. Einen großen Beitrag zum Erfolg leistete auch die kontinuierliche Datenerhebung über drei Jahre hinweg. Die halbjährliche Erfassung ermöglichte präzise Analysen, verlässliche Planung und Nachverfolgung von Maßnahmen sowie rechtssichere Dokumentation der Verkehrssicherungspflichten. Zudem zeigte sich der Aufbau einer gemeinsamen Plattform für Maßnahmenplanung und Priorisierung als entscheidend: Kommunen konnten Sanierungsbedarfe frühzeitig erkennen, bündeln und wirtschaftlich effizient bearbeiten – etwa durch gezielte Deckensanierungen statt kostspieliger Vollausbauten.Weiterführender Link
https://www.bauhof-online.de/d/vialytics-inkomo-4-0-projekt-zur-automatisierten-erfassung-von-strassenschaeden-startet-in-hockenheim/Besonders hilfreich war
Die Umsetzung des Projekts basierte auf klarer Organisation, technischer Integration und enger Zusammenarbeit. Hockenheim übernahm die Projektleitung, vialytics stellte einen festen Ansprechpartner für Feedback und Koordination. Die teilnehmenden Kommunen wurden in die Produktentwicklung eingebunden, um die Lösung praxisnah weiterzuentwickeln. Operativ wurden Smartphones in kommunale Fahrzeuge integriert – etwa Müllwagen auf festen Routen – und Mitarbeitende für Montage und Datentransfer geschult. Die halbjährlichen Befahrungen lieferten Bilddaten, die automatisiert ausgewertet und im Web-System visualisiert wurden. Daraus entstand eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Maßnahmenplanung und Priorisierung. Ein weiterer Erfolgsfaktor war die enge Abstimmung zur Benutzeroberfläche, die an kommunale Prozesse angepasst wurde. Kommunen konnten dadurch Maßnahmen intuitiv planen, priorisieren und dokumentieren. Die Zusammenarbeit mit Versicherern sicherte zudem die rechtliche Belastbarkeit der Dokumentation. Kommunikation, Schulung und Beta-Tests bildeten die Grundlage für einen reibungslosen Betrieb und eine nachhaltige Implementierung.Lessons learned
Projektpartner und Kooperationen
Unternehmen — vialytics GmbH
Silberburgstraße 187
70178 Stuttgart
info@vialytics.de
https://www.vialytics.de
Ansprechperson
Christian Engel
Rathausstraße 1
68766 Hockenheim
06205 21-2600
c.engel@hockenheim.de
https://www.hockenheim.de
Projektkoordinator
Elias Bernhard
Silberburgstraße 187
70178 Stuttgart
+49 170 5688 904
e.bernhard@vialytics.de
https://www.vialytics.de
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