Bildung und Kultur
Algorithmusunterstütze Kita-Platz-Vergabe
Projektträger: Kommune
Behörde: Universitätsstadt Tübingen
Standort
Tübingen
Start
17.10.2023
Dauer
6 Monate
Status
100%
Gesamtkosten
< 50.000 €

Kurzbeschreibung

In der Universitätsstadt Tübingen werden die Kita-Plätze anhand von Vergabekriterien und den Betreuungswünschen der Eltern vergeben. Ein händisches Matching ist nicht ohne systemimmanente Vergabefehler möglich - und noch dazu nicht mit vertretbarem Personalaufwand leistbar. Daher nutzt die Universitätsstadt Tübingen das algorithmusbasierte Tool "KitaMatch" für die trägerübergreifende Vergabe von Kinderbetreuungsplätzen.

Zielsetzung

Verkürzung des Vergabeprozesses für Kita-Plätze, Vermeidung von Vergabefehlern, Erhöhung der Transparenz und der Fairness

Zielgruppe

Eltern, Freie Träger

Mehrwert für die Zielgruppe

Transparente und faire Platzverteilung. Eltern wissen, dass sie den bestmöglichen Betreuungsplatz erhalten haben.

Herausforderungen

Zu Beginn des Einführungsprozesses war nicht klar, ob sowohl Eltern als auch freie Träger eine entpersonalisierte Platzvergabe über ein algorithmenbasiertes Tool akzeptieren würden. Der Einführungsprozess musste also kommunikativ gut vorbereitet und gestaltet werden. Darüber hinaus war es notwendig, dass alle 39 in der Stadt vertretenen freien Träger am System teilnehmen. Ohne die Beteiligung aller Träger wären die Matching-Ergebnisse nicht vollständig gewesen.

Zentrale Erfolgsfaktoren

Die rechtzeitige, offene und offensive Kommunikation hat erreicht, dass sowohl alle Träger sich am System beteiligen, als auch die Eltern den Mehrwert der algorithmenbasierten Platzvergabe verstanden haben. Durch Beschluss des Gemeinderats zur Einführung des Systems wurde auch der notwendige politische Rückhalt gewährleistet. Darüber hinaus hatte die Verwaltung bereits ein Jahr zuvor aktuelle, passende Platzvergabekriterien beschlossen.

Weiterführender Link

https://kitamatch.com/

Besonders hilfreich war

Entscheidend für die Einführung von KitaMatch sind passende Platzvergabekriterien. Sollten diese in der Kommune nicht vorhanden sein, ist ein Prozess zur Erarbeitung vorzuschalten. Darüber hinaus braucht es eine zentrale Vormerkung der Betreuungswünsche der Eltern. Diese Daten müssen in das für KitaMatch benötigte Format gebracht und übergeben werden. KitaMatch selbst ist webbasiert, es wird keine Installation vor Ort benötigt. Liegen die Vergabekriterien vor und ist die Datenqualität gut, kann KitaMatch innerhalb von wenigen Monaten eingeführt werden.

Lessons learned

Das System ist nur so gut, wie die Daten, auf die es sich stützt.

Projektpartner und Kooperationen

Wissenschaftliche Einrichtung — Prof. Dr. Thilo Klein, ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

L7 1
68161 Mannheim
thilo.klein@zew.de
https://www.zew.de/team/tkn

Ansprechperson

Holger Chemnitz

Bei der Fruchtschranne 5
72070 Tübingen
07071/204-1350
holger.chemnitz@tuebingen.de
https://www.tuebingen.de/

Projektkoordinator

Holger Chemnitz

Bei der Fruchtschranne 5
72070 Tübingen
07071/204-1350
holger.chemnitz@tuebingen.de
https://www.tuebingen.de/